Februar 2010 Archive

Auch heute morgen war die Enttäuschung über das Ausscheiden immer noch gross, doch ich fand den Rank langsam wieder. Ich schlenderte durch die Strassen Vancouvers und traf mich mit meinen Eltern zum Nachtessen beim Italiener. Ich habe Tickets für den morgigen Eishockeymatch SUI-USA und bin gespannt, wie sich die Schweizer gegen Goliath schlagen.

Vielen herzlichen Dank für die aufmunternden Mails und SMS, welche ich in den letzten Stunden erhalten habe. Es freut mich, dass so viele mitfieberten und Daumen drückten - Merci!

Gescheitert

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Ich bin heute in der Qualifikation an den Olympischen Spielen gescheitert. Ich verhaute die Landung im ersten Sprung. Definitiv der bitterste Moment meiner Karriere.

Ich bedanke mich bei allen welche mitten in der Nacht aufgestanden oder wach geblieben sind, mitgefiebert und Daumen gedrückt haben - herzlichen Dank!

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Ein ereignisreicher Sonntag geht zu Ende und ein spannender Montag folgt. Wie gebannt sass ich heute morgen vor dem Fernseher und verfolgte Mike Schmid im Skicross - er gewann Gold... Herzliche Gratulation!

Das letzte Training in Cypress lief ganz nach meinen Wünschen und die Bedingungen waren besser als die letzten Tage. Morgen gilt es nun zum ersten Mal ernst. Um 18.00 Ortszeit (03.00 CH-Zeit) startet die Qualifikation unter Flutlicht. Leider verfüge ich über keine genauen Informationen betreffend TV-Übertragung. SF Zwei zeigt einen Spielfilm und ZDF Paartanz, aber ORF scheint laut Internet etwas geplant zu haben. Falls alle Stricke reissen, gibt's ein Live-Stream unter folgendem Link.

Gerade habe ich noch erfahren, dass heute Abend in der Sportsendung um 18.30 Uhr auf Tele1, der angekündigte Bericht aus Vancouver ausgestrahlt wird.

 

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Kaum hatte Simon Ammann seine vierte Goldmedaille gewonnen, kam Besuch aus Horw ins Olympische Dorf. Als akkreditierte Gäste hatten die vier Olympiatouristen und Skiclub Horw Supporter unbeschränkten Zutritt ins Athletendorf und fühlten sich für einen Nachmittag wie Olympioniken. Das anschliessende Nachtessen war köstlich und habe ich sehr genossen. Nochmals herzlichen Dank!

Wie gestern schon erwähnt, ist Vancouver im Olympiafieber. Heute strömten noch mehr Menschen in die Metropole um zusammen zu feiern und die spezielle Atmosphäre zu geniessen - es ist unglaublich...

 

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Obwohl heute kein Training stattfand, war bei mir einiges mehr los als gestern. Mit noch kleinen Augen verfolgte ich den Herren Super-G in Whistler, wo die Schweiz leider keine weiteren Medaillen errang. Später mischte ich mich unter die tausenden Menschen in Downtown Vancouver und genoss die einmalige Atmosphäre, denn schon um drei Uhr nachmittags war an flüssiges Gehen nicht mehr zu denken. Am frühen Abend besuchte ich das Eishockeyspiel CZE-LAT, in welchem die Tschechen 5:2 siegten.

Nach einem zartem Steak in der Stadt, zog mich die aussergewöhnliche Stimmung ein weiteres Mal in die Fanmeile im sportverrückten Vancouver. So viele feiernde Menschen habe ich bis jetzt noch nie erlebt. Überall wird ausgelassen und friedlich gefeiert, wenn auch z.T. etwas feuchtfröhlich. Dazu fällt mir nur ein Satz ein: Vancouver ist im Olympiafieber!

Training

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Weder Skandale noch weltbewegendes ereignete sich heute in meiner Olympiawelt. Das Training verlief zufriedenstellend, doch sind die Bedingungen in Cypress Mountain noch immer sehr prekär und Hilfe in Form von Schnee ist nicht absehbar. Der Schneevorrat, welcher für die Preparierung des Landehangs benötigt wird, geht langsam zur Neige und deshalb wurde das morgige Herrentraining gestrichen. Für mich bedeutet das zwei Tage Pause und noch ein Training am Sonntag vor der Qualifikation am Montag. 

 

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Heute morgen fand die Freestyle Pressekonferenz im Swiss House statt. Das Interesse war grösser als auch schon, hielt sich aber auf bescheidenem Niveau, was ja nicht grundsätzlich schlecht für die Wettkampfvorbereitung ist. 

Am späten Nachmittag startete dann das erste Training und ich muss zugeben, es liegt wirklich nicht viel Schnee in Cypress Mountain. Die Schanze etc. sieht gut aus, nur lässt die Schneequalität sehr zu wünschen übrig. Durch den Transport mit Lastwagen und Helikopter ist der Schnee extrem zuckerig und körnig, sodass der Anlauf und die Landung sehr weich sind. Die Schanzen werden mit Trockeneis gekühlt und bleiben glücklicherweise hart. Trotzdem sind die Bedingungen für Helfer und Trainer eine grosse Herausforderung, damit der Trainingsbetrieb aufrechterhalten werden kann. Immerhin, es reichte heute für vier Sprünge in 2.30 Stunden...Ich hoffe morgen liegen ein oder zwei Sprünge mehr drin.

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Im November drehte TeleTell eine kleine Reportage über meine Olympiavorbereitungen auf dem Gletscher in Saas Fee. Heute hatte ich die Gelegenheit mit Tele1 (TeleTellheisst seit Januar so) einen weiteren Beitrag zu realisieren. Ich besuchte das Vancouver Aquarium und durfte dabei Seelöwen- und hunde füttern. Der eine Seehunde mochte meinen Finger dann doch lieber als den Fisch und biss kräftig zu. Trotz des kleinen Malheurs, war das Treffen mit den Tieren etwas ganz spezielles und faszinierendes. Der kleine Biss zog dann noch weitere medizinische Abklärungen nach sich und ich verpasste deshalb das erste Training. Für morgen bin ich aber guter Dinge, pünktlich fürs Training in Cypress Mountain anzukommen.

PS: Petrus hat sich seit heute Nachmittag für schönes Wetter entschieden - siehe Foto

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Heute reiste ich wieder zurück ins Olympische Dorf nach Vancouver. Auf der Fahrt von Tofino nach Nanaimo bewunderte ich die Berge und die eindrucksvolle Landschaft Vancouver Islands. Im Gegensatz zum Dauerregen am Samstag, zeigten sich heute sogar die schneebedeckten Gipfel. Zurück im Dorf, gilt mein Fokus dem bevorstehenden Training, welches am Dienstag beginnt. 

Nicht zu vergessen sind die Goldmedaillen Nummer zwei und drei für die Schweiz durch Didier Défago und Dario Cologna. Keep it coming Switzerland!!!

PS: Aus unerfindlichen Gründen wurden nicht alle Fotos von Tofino geladen, es gibt nun noch ein Tofino II.

Tofino

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Tofino zeigte sich gestern von seiner stürmischen Seite, was mich in keiner Weise störte, sondern mich faszinierte. Noch nie habe ich einen Wintersturm am Meer erlebt und ich konnte meine Blicke kaum vor der tosenden See abwenden. 

Am Morgen versteckte sich die Sonne noch hinter Wolken, doch sie entschied sich danach den ganzen Tag von einem wolkenlosen Himmel zu scheinen. Ich spazierte am Strand von Bucht zu Bucht, bewunderte waghalsige Surfer, staunte über die Kraft des Meeres und genoss die Sonne - an der kanadischen Westküste weiss man nie wann sie zurück kommt... Ein kleiner Spass am Rande, denn Petrus soll laut Meteorologen ab Mittwoch zu Hochform auflaufen. 

Montags ist's vorbei mit Meer, Essen und Plausch, zurück ins Olympische Dorf und ab Dienstag Training in Cypress Mountain.

Check out the Photos.

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Wie bereits erwähnt, nahm ich heute die Strecke von Vancouver nach Tofino auf Vancouver Island unter die Räder. Gute 90 Minuten schippern auf der Fähre und weitere drei Stunden im Mietwagen später, erreichte ich die Westküste Vancouver Islands. Sinflutartiger Regen begleitete mich durch den kanadischen Regenwald, so grün und dicht wie ich noch keinen zuvor sah (psst...ich war auch noch nie im Regenwald).

Der Fähre sei Dank, verpasste ich die erste Schweizer Goldmedaille an diesen Olympischen Spielen und die dritte für Simon Ammann - herzliche Gratulation und wer konnte sich einen besseren Start vorstellen?!

Den morgigen Tag verbringe ich mit Strandspaziergang, Lesen, der Nordischen Kombination - Hopp Ronny - und der Ausschau nach der grössten Welle in der Cox Bay.

Die Eröffnungsfeier ist immer ein ganz besonderer Anlass an Olympischen Spielen und Vancouver war da keine Ausnahme. Die Athleten marschierten zu Beginn in das 60'000 Zuschauer fassende BC Place ein und verfolgten die ganze Feier hautnah. Die Show nahm ich als emotional und bewegend war (60'000 Menschen verstummen für eine Minute um dem tödlich verunglückten georgischen Rodler zu gedenken) und gefiel mir ausserordentlich. Beim Einmarsch der Kanadier bebte das Stadion und als kurz vor dem Entzünden der Flamme, Wayne Gretzky die Fackel trug, waren die Zuschauer nicht mehr zu halten. Ein toller Start in abwechslungsreiche Spiele voller Emotionen und Spannung. 

Am Nachmittag begab ich mich auf Souvenirjagd und war überwältigt über die Vorfreude und Begeisterung der Kanadier auf die kommenden Spiele. In den Strassen Vancouvers fühlte sogar ich mich als kleiner Star, denn Olympioniken sind ein begehrtes Fotosujet.

Ich verabschiede mich am Samstag nochmals vom Olympischen Dorf und mache zwei Tage Ferien auf Vancouver Island, um nochmals etwas Abstand vom Sport zu nehmen, bevor die Spiele für mich dann auch sportlich beginnen. 

Heute morgen bin ich in Vancouver angekommen! Transport und Check-in verliefen reibungslos, die Olympia-Kleidung wartete im Zimmer auf den Olympioniken und die Appartements sind sehr geräumig - schon fast luxuriös.

Schon am frühen Abend besuchte Bundespräsidentin Doris Leuthard das Olympische Dorf und mischte sich während einem "Cool and Clean"-Apéro unter die Athleten. An der offiziellen "Welcome-Zeremonie", dem Hissen der Schweizerfahne und der Nationalhymne war sie auch mit von der Partie.

Heute werden die Olympischen Spiele mit der Eröffnungsfeier am Abend offiziell eröffnet. Leider mitten in der Nacht CH-Zeit, doch vielleicht stehen die einen trotzdem auf oder bleiben wach...

Während den nächsten rund zwei Wochen berichte ich täglich aus dem Olympischen Dorf um meine Erlebnisse mit euch zu teilen. Dabei hoffe ich euch immer wieder nteressantes, lustiges oder gar unglaubliches aus Vancouver berichten zu können.

PS: Leider darf ich keine Bilder von offiziellen Olympischen Stätten wie dem Olympischen Dorf, Wettkämpfe etc. im Internet veröffentlichen. So sind die Regeln und hoffe ihr habt dafür Verständnis.

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Neue Fotos aus Nordamerika sind online! Check "The Tour" Album out.

New York

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Die letzten vier Wochen mit Wettkämpfen und Reisen hinterliessen ihre Spuren und es war Zeit für einen Tapetenwechsel. Und welche Stadt eignet sich am besten um auf unsportliche Gedanken zu kommen – New York. Ich flanierte am Broadway, im Central Park und in der 5th Avenue, dinierte in exzellenten Restaurants und genoss exklusive live Musik in kleinen Bars. Das Angebot ist so überwältigend gross, dass es mir schwer fiel nicht unentwegt von einem Ende der Stadt zum Anderen zu eilen und stattdessen zu entspannen. Die Stadt hat mir einen neuen Horizont eröffnet, obwohl es in New York eigentlich keinen Horizont oder geschweige denn Grenzen zu geben scheint.

Nun, dolce fa niente ist wieder vorbei und schon am Freitag trainiere ich wieder in Mt. Gabriel, um meine Sprünge weiter zu perfektionieren und mit vollem Elan nach Vancouver zu reisen.